Feinschliff – Die wichtigsten Programme zur Bildbearbeitung

Wer sich selbst an die Bearbeitung von Fotos macht, der steht zunächst vor der Frage: mit welchem Programm bearbeite ich meine Bilder?

Auf dem Markt gibt es von einfach zu bedienender Software bis zum hoch komplexen Programm mit schier unendlichen Bearbeitungsmöglichkeiten (fast) alles. Dabei empfiehlt es sich vorher darüber nachzudenken, was man genau machen möchte, denn mit steigenden Möglichkeiten wächst meist auch die Notwendigkeit sich intensiver in die Software einzuarbeiten.

Ein besonderer Punkt in der Wahl geeigneter Programme stellt der Preis dar. Nachfolgend sind einige der gängigen Lösungen für die Nachbearbeitung von Bildern aufgeführt.

  • kostenlos: Microsoft Paint, paint.net, Gimp, Irfanview, Picasa
  • kostenpflichtig: Adobe Photoshop, Adobe Photoshop Elements, Corel Paint Shop Pro

Gut investiert: kostenpflichtige Bildbearbeitungsprogramme

Kostenpflichtige Software

Die kostenpflichtigen Tools enthalten umfangreiche Möglichkeiten Bilder nachzubearbeiten: vom Ändern bestimmter Parameter wie Farbe / Helligkeit / Kontrast über den Einsatz komplexer Effekte bis hin zur detailgetreuen Retusche sind hier der Bearbeitungsfreude keine Grenzen gesetzt.

Photoshop und Paint Shop sind dabei langjährige Konkurrenten auf dem Markt rund um die Bildbearbeitung und weisen eine lange Liste an Features auf, die weit mehr bieten als das, was man üblicherweise zur Nachbearbeitung und Retusche in der Pferdefotografie benötigt.

Die wichtigsten kostenpflichtigen Programme:

  1. Adobe Photoshop: die Software hat sich unter Profis vor allem aufgrund ihres Funktionsumfangs etabliert und ist die erste Wahl für Fortgeschrittene und die, die es werden möchten. Die Einarbeitung in das Programm ist zeitintensiv, zahlt sich am Ende aber aus. Mit 950 € (Adobe Photoshop CS4) ist sie zeitgleich auch eine der teuersten Softwarelösungen
  2. Adobe Photoshop Elements: Die abgespeckte Photoshop-Version bietet 75% des Funktionsumfangs von Photoshop zu einem Zehntel des Preises. Neben der anfängerfreundlichen Bedienung sein erwähnt, dass Elements für die meisten der in diesem Blog durchgeführten Bearbeitungen ausreichend ist. Die neueste Version kostet 83 €
  3. Paint Shop Pro: Paint Shop stellt ebenfalls eine günstige Alternative zu Photoshop dar. Sie ist sowohl von Bedienung als auch Funktionalität auf dem Elements-Niveau. Die Vollversion „Pro“ kostet ebenfalls 83 €.

Kostenlose Helfer: Konkurrenten mit kleinen Einschränkungen

Für die Fotobearbeitung gibt es auch einige gute Freeware-Lösungen, mit denen man beginnen und sich so einen Einblick in die Welt der Nachbearbeitung verschaffen kann.

Picasa & Gimp

  1. Gimp: gimp ist eine kostenlose Software und wird stetig weiterentwickelt. Die erste Version erschien für Linux, es existiert mittlerweile aber auch eine Windows Version. Die Benutzeroberfläche kann nach eigenen Wünschen umgestaltet werden – mit der Erweiterung „gimphoto“ z.B. auch zu einem photoshop-ähnlichen Design. Der Funktionsumfang reicht an den von Photoshop heran, allerdings ist die Benutzung gewöhnungsbedürftig und das Programm an manchen Stellen sehr langsam. Herunterladen kann man Gimp hier.
  2. paint.net: Paint.net ist eine von Microsoft und der Washington State University 2004 entwickelte Bildbearbeitung, die ursprünglich als Ersatz für das klassische Windows “Paint”-Programm gedacht war. Mittlerweile ist daraus ein Freeware-Tool geworden, das neben der Funktionalität als Mal- und Zeichenprogramm auch für die Fotobearbeitung einige Korrekturmöglichkeiten und Filter mitbringt. Es ist ein einfach in der Bedienung und kann hier heruntergeladen werden.

Ordnung im Bilderdschungel: Programme zur Fotoverwaltung

Paint.net & Irfanview

  1. Irfanview: Irfanview ist ein sehr gutes Freeware Tool zum Managen der eigenen Fotos. Zwar kann man mit dieser Software nichts retuschieren oder gezielt Stellen nachbearbeiten, dafür bietet das Programm viele Features wie Farbmanagement, Einstellung von Helligkeit und Kontrast u.s.w. Mittels sehr umfangreicher Stapelverarbeitung kann man darüber hinaus seine Bilder z.B. für Webalben schnell verkleinern oder Umbenennen.
  2. Picasa:  Picasa ist eine kostenlose Software von Google, die auf den gleichnamigen Webdienst „Picasa-Web-Alben“ zugeschnitten ist. Ähnlich wie bei Irfanview kann man auch mit diesem Verwaltungsprogramm kleine Korrekturen durchführen, wobei die Stärke der Software eindeutig in der Archivierung liegt: Picasa legt selbstständig Ordner mit dem Datum der Aufnahmen an, ist äußerst anwenderfreundlich und verfügt gleichzeitig über einen sehr guten Foto-Viewer (ein Programm zum Anzeigen von Bildern, Diashows etc.)

“Die Qual der Wahl”

Bei der Wahl der geeigneten Programme ist es hilfreich, diese einmal auszuprobieren: wer sich nicht scheut ein bisschen Zeit zu investieren, der kann sich bei den Herstellern der kostenpflichtigen Programme Testversionen herunterladen und mittels einer kleinen Anleitung (so genannten Tutorials) einmal selbst sehen inwieweit einem die entsprechende Software zusagt.

Wer nun Lust bekommen hat sich an die Bearbeitung zu wagen, der wird hier fündig (bitte anklicken):

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