Il cavallino della Giara – Wilde Pferde auf Sardinien

Pferde gibt es (fast) überall auf der Welt. Und damit kann man auch seine Urlaubsreise nutzen, um ein paar schöne Momente aus einem „anderen“ Pferdeleben einzufangen. Wenn man erst einmal begonnen hat, seinen Fokus ein wenig mehr darauf zu richten, wird man feststellen: an vielen unerwarteten Ecken dieser Erde sind Pferdeliebhaber zu Hause. Wer also gern reist, sollte vielleicht vor der Abreise einmal schauen, ob es nicht in der Nähe des Urlaubsortes eine Pferdezucht, einen Markt, ein spezielles Fest oder wildlebende Pferde gibt.

Dieses Jahr waren wir für drei Wochen auf Sardinien. Auf der großen italienischen Mittelmeerinsel gibt es in der Gesturia Giara, einer Hochebene im Landesinneren, noch wild lebende Pferde. Sie wurden irgendwann zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert v.Chr. auf die Insel gebracht und lebten nicht nur in den Hochebenen, sondern überall auf Sardiniens rund 24.000 km² Landfläche. Seit dem Mittelalter sind sie nur noch auf der Hochebene zu finden – wie in einem kleinen eigenen Ökosystem.

Um den Lebensraum der Pferde auf der vergleichsweise fruchtbaren Ebene nicht durch die Landwirtschaft zu gefährden, kaufte die örtliche Gemeinde mit Hilfe der sardischen Regierung das 4.300 Hektar große Areal. Heute leben dort zwischen 450 und 600 Wildpferde abhängig von den Witterungsbedingungen des jeweiligen Jahres.

Die nachfolgenden Bilder geben einen kleinen Einblick in die Welt der ca. 1,20 m großen, zähen Pferde.

Wilder Hengst in der Hochebene Giara

Wilder Hengst in der Hochebene Giara

Überrascht. Diese Stute hatte mich lange nicht bemerkt. Danach suchte sie schnell das Weite, auch wenn die Tiere an Besucher gewöhnt sind.

Überrascht. Diese Stute hatte mich lange nicht bemerkt. Danach suchte sie schnell das Weite, auch wenn die Tiere an Besucher gewöhnt sind.

Neugierig schauen diese beiden, was die Menschen am Rande "ihres" kleinen Sees machen.

Neugierig schauen diese beiden, was die Menschen am Rande "ihres" kleinen Sees machen.

Auch mitten im Wald sind die Wildpferde zu finden. Dieses Fohlen war sehr interessiert an uns während andere Pferde bereits den Rückzug antraten.

Auch mitten im Wald sind die Wildpferde zu finden. Dieses Fohlen war sehr interessiert an uns während andere Pferde bereits den Rückzug antraten.

Dem Wetter trotzen: der Sommer an die 30°, der Herbst wechselhaft und windig, der Winter kalt und nass.

Dem Wetter trotzen: der Sommer an die 30°, der Herbst wechselhaft und windig, der Winter kalt und nass.

Auf den weichen Wege zwischen kleinen Korkeichen und bemoosten Steinen ist die Hitze des Sommers leichter zu ertragen...

Auf den weichen Wege zwischen kleinen Korkeichen und bemoosten Steinen ist die Hitze des Sommers leichter zu ertragen...

Ungeputzt: stechende kleine Plagegeister hält man sich am besten durch intensives Wälzen auf dem feuchten Boden vom Leib.

Ungeputzt: stechende kleine Plagegeister hält man sich am besten durch intensives Wälzen auf dem feuchten Boden vom Leib.

Wer einmal die Reise nach Sardinien antritt, dem sei ein Besuch auf der Hochebene sehr empfohlen. Nicht nur um die Pferde zu beobachten, sondern auch, um sich verzaubern zu lassen, von einer ganz eigenen Stimmung des kleinen Reservats und dem fantastischen Ausblick über die Insel.

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Weitere Informationen unter: www.sajaramanna.it (Offizielle Seite des Parco della Giara)

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